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Was glauben Katholiken?

Was glauben Katholiken eigentlich? Das ist noch lange nicht für jeden klar.
Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist der christliche Glaube “in a nutshell”, also, in aller Kürze.

Das Apostolische Glaubensbekenntnis Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Amen.

Es gibt auch eine längere Version des Glaubensbekenntnisses, das folgendermassen lautet:

Das Grosse od…
Letzte Posts

Wenn ich der Teufel wäre, würde ich …

Wenn ich der Teufel wäre, würde ich …

... den Müttern einreden, ihr Kind abzutreiben, denn darin läge mein Triumph.

… Wissenschaftlern einreden, dass es sich hierbei um einen Zellklumpen und nicht um einen Menschen handelt, und sie dazu anregen, diese Lüge überall zu verbreiten.

… abgetriebene Föten in Impfstoffe und Nahrungsmittel beifügen.

… den Menschen einflüstern, dass ihr Geschlecht frei wählbar ist, damit sie nicht respektieren, wie Gott sie erschaffen hat.

… jungen Paaren einreden, dass sie nicht heiraten müssen, damit sie nicht durch das heilige Sakrament der Ehe gestärkt und geschützt sind.

… Missverständnisse, Zwiespalt, Hochmut, Untreue, Porno in die Ehen streuen, um sie zu zerstören.

... die Behauptung verbreiten, dass die Ehe nicht nur aus einem Mann und einer Frau bestehen müsse und, dass die herkömmliche Familie veraltetet und abzuschaffen sei.

… den Leuten einreden, dass sexuelle Handlungen ausserhalb der Ehe nicht pervers sind. Wer behauptet, dass es nicht so i…

20 Argumente für den Zölibat

In Anbetracht der aktuellen Diskussionen innerhalb und ausserhalb der Kirche, hier meine Überlegungen zum Zölibat. Ich habe sie in 20 Punkten zusammengefasst:
Ganzhingabe an Gott. Ein geweihter Priester hat sein Leben vollkommen Gott gewidmet. Das macht ihn frei, da zu sein für die Menschen und zum Heil ihrer Seelen.Im Zölibat lebt der Priester ehelos und keusch. Keusch zu leben heisst auf Liebesbeziehungen und sexuelle Handlungen zu verzichten. Er sollte rein, also enthaltsam leben, damit er würdig ist, den Dienst am Altar zu verrichten.Ein Priester muss Beichten hören und die hl. Messe leiten, dabei handelt er stellvertretend für Jesus Christus. Dazu muss er ein heiligmässiges oder zumindest ein reines Leben führen. Was nicht unmöglich ist, wenn er auf dem Weg mit Gott bleibt, betet und selber beichtet.Der Priester arbeitet sonntags – für einen Familienvater, wäre das sehr unpraktisch, da der Sonntag der Tag ist, an dem seine Kinder frei hätten und man endlich als Familie beieinander…

Die achte Geburt

Unsere jüngste Tochter ist jetzt auf den Tag genau sechs Wochen alt (oder sechs Wochen plus neun Monate, um präzise zu sein). Heute ist auch der 21. Geburtstag unserer ältesten Tochter. Vor 21 Jahren wurden wir zum ersten Mal Mutter und Vater.

Leute wundern sich: "Acht Kinder? Ist das nicht verrückt? Ist das nicht viel Arbeit? Bist du nicht überfordert?" Aber dann, nach der Geburt heisst es: "Ach, die Süsse, so herzig, so klein, so fein, so lieb." Gratulationen, Lächeln und Freude.

Ja, so ist es immer wenn ein Kind zur Welt kommt. Es entlockt ein Lächeln von Mama und Papa, von den Geschwistern, von Verwandten und Bekannten und von fremden Menschen auf der Strasse. Leute, die man nur vom Sehen kennt, beginnen mit einem zu reden. Das Kind verbindet, und bewirkt, dass Menschen einander kennenlernen. Und nicht selten hören wir: "Ich bin auch mit so vielen Geschwistern aufgewachsen ..." Oder: "Ja, Familie ist alles ..."

Es stimmt zwar, dass Kinder ei…

Am Sterbebett meines Vaters

Es ist nicht leicht, über das Sterben zu schreiben. Und doch gehört es zum Leben dazu. Das Sterben ist ja nur ein Übergang in das andere, ewige Leben.

Es ist Frühling, 2006, als ich den Anruf aus England von meiner älteren Schwester erhalte, die mir sagt, dass es dem Vater nicht gut gehe. Er habe einen Schlaganfall erlitten und liege gelähmt im Spital.

In meiner frühen Kindheit haben meine Mutter, meine vier Geschwister und ich mit dem Vater unter demselben Dach gewohnt. Später lebten meine Eltern getrennt in derselben Stadt, und als meine Mutter mit einer meiner Schwestern und mir in die Schweiz auswanderte, sah ich ihn nur noch bei jährlichen Ferienaufenthalten.

Unser Verhältnis ist, sagen wir, keine übliche Vater-Tochter-Beziehung. Wenn ich mich auch irgendwie mit ihm verbunden fühle – äusserlich gesehen ist unsere Beziehung distanziert. Mein Vater ist nicht wie ein Freund, mit dem man herumalbert, gemeinsam ins Restaurant geht oder stundenlang redet. Eher ist er für mich wie ein K…

Aufklärung und Ordnung

BBC schrieb kürzlich einen Artikel mit dem Titel, was man alles über Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche wissen müsse ("Child sexual abuse and the Catholic Church: What you need to know"). So. Der weltliche Medien-Gigant will also die Welt über den Ablauf der schlimmen Taten in der katholischen Kirche aufklären. Es ist immer gut, dass aufgeklärt wird - sofern dies ausgewogen geschieht und mit den realen Tatsachen übereinstimmt. Und auch die Kirche profitiert von einer gründlichen Reinigung: Es soll Ordnung herrschen und klar definiert werden, was unakzeptabel ist. Die Kirche selber nimmt das Thema ernst, mit öffentlichen Bekenntnissen, die z.T. so weit gehen, dass es an Selbstkasteiung erinnert.

Der oberflächliche Durchschnittsbürger, der die Kirche ausser von negativen Schlagzeilen aus den weltlichen Medien kaum kennt, wird vielleicht Assoziationen zur Kirche direkt mit Missbräuchen in Zusammenhang bringen. Schade, wenn das so wäre, und wenn an ihm aus diesem Grund …

Die katholische Kirche ist biblisch, Teil 2

Die Verehrung Marias, der Mutter unseres Herrn (Die katholische Kirche ist biblisch, Teil 1 hier. )

War Maria, die Mutter Jesu, eine Jungfrau, wie es die katholische Kirche lehrt? Und warum sollen wir sie verehren?
Der heutigen sexualisierten Gesellschaft fällt es schwer, die Tugend der Jungfräulichkeit zu respektieren. Noch schwerer fällt es unserer Gesellschaft, an das Wunder der jungfräulichen Geburt zu glauben. Diese spezielle Geburt des Messias wurde schon im Alten Testament, dem jüdischen Teil der Bibel, angekündigt: „Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben“ (Jes 7,14).
Hierbei handelt es sich nicht einfach nur um eine „junge Frau“. Denn dann wäre ihre Schwangerschaft kein Wunder, und die alttestamentliche Prophezeiung sowie die Erscheinung des Engels Gabriels, der ihr die Empfängnis durch den Heiligen Geist ankündigte, würde keinen Sinn machen; auch in Josefs Traum brac…