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Mein ABC der katholischen Kirche

A- für Anbetung
Jesus Christus ist vollkommen Mensch und Gott zugleich und der Einzige, den wir anbeten sollen. Bei der Aussetzung des Allerheiligsten – die stille Präsenz Jesu in der Hostie – wird Gläubigen ermöglicht, Jesus in der Kirche anzubeten.

B- für Beichte
In der Beichte wird der Mensch von seinen Sünden losgesprochen. Es ist Jesus Christus, der dem Menschen vergibt; der Priester dient als sein Stellvertreter. Jede Sünde – und sei sie noch so gross – wird in der Beichte von Gott vergeben. Wichtig ist die Reue und Bereitschaft zur Umkehr.

C- für Credo
Credo bedeutet »Glaubensbekenntnis« und besteht aus einer Zusammenfassung des christlichen Glaubens. Das Glaubensbekenntnis wird in jeder sonntäglichen hl. Messe gesprochen sowie in Gebeten wie beim Rosenkranz.

D- für Dreieinigkeit
Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Drei Personen, aber ein Gott. Der hl. Patrick hat dies anhand eines Kleeblattes anschaulich erklärt: die drei Blätter stellen Vater, Sohn und Heiligen Geist symbolisch dar – es sind drei Blätter, die zu einer einzigen Pflanze gehören, so wie es nur einen Gott gibt aber in drei Personen.

E- für Euthanasie
Wenn ein Mensch vorsätzlich getötet wird, ist das Mord. Jeder Mensch ist zu achten und zu schützen – vom Moment der Empfängnis an, bis zu seinem natürlichen Tod. Aus diesem Grund sind sogenannte aktive Sterbehilfe und Abtreibung schwere Vergehen am Leben und an der Menschheit.

F- für Fegefeuer
Das Fegefeuer befindet sich zwischen Himmel (ewige Seligkeit) und Hölle (ewige Verdammnis) und ist ein Ort der Reinigung und der Gnade. Jene Seelen geraten ins Fegefeuer, die sich nach Gott sehnen, aber für begangene Sünden abbüssen müssen; Gebet (hl. Messe …) und Opfer (Leiden, Almosen geben, Fasten …) der noch auf Erden Weilenden können ihnen zur Erlösung helfen.

G- für Gott
Gott ist unendlich, mächtig und unergründlich; er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde. Gott ist die Liebe.

H- für Heilig
Heilig bedeutet überirdisch, vollkommen und göttlich. Alles was heilig ist, ist verehrungswürdig. Von der Kirche heilig gesprochene Menschen haben ihr Leben nach dem Willen Gottes gerichtet und Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft geliebt.

I- für International
Katholisch (kommt von griechisch καθολικός) heisst allumfassend oder weltumspannend. In der katholischen Kirche sind Menschen aller Völker und Länder im Glauben vereint; die katholische Kirche ist die weltweit grösste christliche Kirche und die grösste internationale Gemeinschaft. Die weltweite Kirche ist der mystische Leib Jesu Christi. Der Papst als sichtbares Oberhaupt, hat die Aufgabe den Glauben und die Einheit zu wahren.

J- für Jesus
Jesus ist der Erlöser der Menschheit. Er ist ganz Gott und ganz Mensch zugleich; er ist in der Eucharistie sowie im Wort Gottes, in der Bibel gegenwärtig. Die katholische Kirche ist der mystische Leib Gottes. Wir sollen Christus auch in jedem Menschen sehen.

K- für Katechismus
Im Katechismus der katholischen Kirche werden alle wichtigen Fragen des Lebens beantwortet. Der Katechismus gründet auf die Lehre Jesu Christi, der heiligen Schrift und der Tradition, die daraus gewachsen ist.

L- für Liebe
Die Liebe ist das höchste Gebot, das alle andere Gebote in sich enthält. In der Bibel sagt uns Jesus: »Liebe Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Kraft, mit ganzer Seele und deinen Nächsten wie dich selbst« (vgl. Mk 12,33).

M- für Marienverehrung
Maria ist die Mutter Jesu Christi und auch Mutter der Menschheit, da Jesus, unser Herr, auch unser Bruder ist. Sie ist ebenfalls Mutter der Kirche. Sie war frei von jeglicher Sünde und hat ihren einzigen Sohn als Jungfrau durch den Heiligen Geist empfangen. Es ist berechtigt, Maria zu verehren und sie um ihre Fürbitte zu bitten.

N- für Neuevangelisierung
Der heilige Papst Johannes Paul II. hat uns zur Neuevangelisierung aufgerufen. Denn was die heutige, westliche Welt dringend braucht, ist erneut die Botschaft Jesu Christi zu hören, das Einzige, was die Menschen zu heilen vermag.

O- für Orientierung
Die katholische Kirche gibt dem Menschen, der für den Glauben ein offenes Herz hat, Orientierung und Halt. Die katholische Kirche ist die ursprüngliche, von Jesus gegründete Kirche (Mt 16,18–19). In der katholischen Kirche offenbart sich Jesus Christus und bietet uns mit den Sakramenten das ewige Heil. In der katholischen Kirche gibt es eine grosse Vielfalt an Bewegungen, Kongregationen, Gebetsgruppen, Jugendgruppen, Organisationen usw., die durch den Glauben verbunden sind.

P- für Priester
Der Priester ist eine gottgeweihte Person, die stellvertretend für Jesus Christus in seiner heiligen Kirche wirkt. Der Priester lebt zölibatär, um sich ganz Gott und den Menschen, gemäss dem Evangelium und nach dem Vorbild Christi zu widmen. Eine Frau kann nicht zum Priester geweiht werden, da Jesus zwölf männliche Apostel in seine Nachfolgeschaft ausgewählt hat und der Priester Christus mit Leib und Seele repräsentiert.

Q- für Quo Vadis
Wohin gehst du? Diese lateinische Frage drückt Besorgnis darüber aus, in welche Richtung der Mensch strebt. Eine Frage, die wir uns persönlich sowie der Gesellschaft, in der wir leben, stellen sollen.

R- für Rosenkranz
Der Rosenkranz ist ein meditatives Gebet, bei dem mit Hilfe einer Perlenschnur, das Leben und Wirken Jesu betrachtet wird. Ein Rosenkranz besteht aus fünf Betrachtungen. Darin sind enthalten: das Glaubensbekenntnis, 53 Ave Marias, sechs Vaterunser und Ehre-sei-dem-Vater sowie fünf Fatima-Gebete (»Oh, mein Jesus …«).

S- für Sakramente
In der katholischen Kirche gibt es sieben heilige Sakramente: die Taufe, die heilige Kommunion, die Firmung, die Beichte, die Ehe, die Weihe und die Krankensalbung. Jedes Sakrament ist ein Geschenk Gottes, das uns auf besondere Weise mit ihm verbindet und uns auf dem Weg zur Heiligkeit fördert.

T- für Teufel
Der Teufel, auch Satan, Luzifer oder Widersacher Gottes genannt, ist die reale Personifizierung des Bösen – ein gefallener Engel, der sich von Gott abgewendet hat. Zusammen mit den Dämonen bemüht er sich, die Menschen zur Auflehnung gegen Gott und seine Gebote zu verführen, um sie dann ins Verderben zu stürzen.

U- für Unauflöslichkeit der Ehe
Eheleute versprechen einander bei einer kirchlichen Eheschliessung, sich zu lieben und treu zu bleiben, in guten und in schlechten Zeiten. »Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen« (Mk 10,9). Es ist wichtig, dass sich angehende Eheleute auf die Ehe vorbereiten und die Bedeutung der Ehe verstehen. Jede eheliche Liebe kann, mit der richtigen Pflege, gut gedeihen. Der einzig richtige Ort für den Geschlechtsverkehr ist in der Ehe zwischen Mann und Frau.

V- für Verdammnis
Der Ort der ewigen Verdammnis ist die Hölle; sie ist genauso real, wie das Fegefeuer und der Himmel. Niemand geht gegen seinen Willen in die Hölle, genauso wie niemand in den Himmel gezwungen wird. In seiner Gerechtigkeit erschuf Gott einen Ort für jene, die ihn bis zuletzt ablehnen. Die Existenz der Hölle wird in der Bibel, dem Katechismus und in Muttergotteserscheinungen (wie zu Fatima) bestätigt.

W- für Weihwasser
Beim Eingang jeder katholischen Kirche gibt es ein kleines Gefäss mit Weihwasser mit dem sich die Gläubigen bekreuzigen. Weihwasser ist ein vom Priester geweihtes Wasser und enthält den Segen Gottes, der schützend wirkt – z. B. gegen Angriffe von Dämonen.

X- für hl. Xaver
Franz Xaver (1506–1552) wirkte als Missionar in Indien und Ostasien. In der katholischen Kirche wurden sehr viele Menschen heiliggesprochen, die uns nun als Vorbilder im Glauben dienen. Xaver ist einer von ihnen. Wir dürfen die Heiligen um ihre Fürbitte bitten, denn sie sind unsere besten Freunde, die uns als Beispiel dienen und uns vorausgegangen sind.

Y- für Yeshua
Yeshua (ישוע) ist der hebräische Name für Jesus. Jesus ist im jüdischen Glauben aufgewachsen und hat Hebräisch und Aramäisch gesprochen. Christen sind Nachfolger Jesu Christi.

Z- für Zölibat
Das Zölibat bedeutet, auf die Ehe und auf Sex zu verzichten, keusch und enthaltsam zu leben. Bei Priestern (inkl. Bischöfe, Erzbischöfe, Kardinäle und Päpste), Ordensleuten (Nonnen und Mönchen) und geweihten Jungfrauen ist der Zölibat ein freiwilliges Versprechen, nach dem Vorbild Jesu Christi zu leben, der unverheiratet war. Das Zölibat ist auch für alle Menschen, die aus anderen Gründen auf die Ehe verzichten müssen oder wollen.

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Wie ich katholisch geworden bin

Wann hat es angefangen? So genau kann es wohl niemand sagen ... Schliesslich ist das Werk des Heiligen Geistes nicht immer auf Anhieb sichtbar, da er „weht, wo er will“ (Joh 3,8).
Aber damit ich trotzdem irgendwo anfange, gehe ich zurück in die Zeit etwa zwei Jahre vor unserer Hochzeit.
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Ich glaubte seit frühster Kindheit an Gott und betete auch gelegentlich. Ich gehörte zur reformierten Kirche aber besuchte höchstens zu Weihnachten den Gottesdienst. Das Umfeld, das mich prägte, war säkular, alternativ, reformpädagogisch und feministisch. Ich besuchte zehn Jahre lang eine Rudolf Steiner Schule. Meine Eltern waren geschieden, ich war das jüngste von fünf Kindern und wuchs grösstenteils ohne Vater auf. Me…

Fortsetzung: Wie ich katholisch geworden bin

Der erste Teil ist hier:  Wie ich katholisch geworden bin
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Die grossen Lügen

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