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Es werden Posts vom April, 2017 angezeigt.

Fortsetzung: Wie ich katholisch geworden bin

Der erste Teil ist hier:  Wie ich katholisch geworden bin
Ich war mit unserem dritten Kind schwanger, als ich mich entschied, in die katholische Kirche einzutreten. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, in dem ich diesen Entscheid traf. Es gab kein sensationelles Gefühl, das mich dazu antrieb. Auch überredete oder drängte mich niemand dazu – das hätte bei mir wohl eher Widerstand ausgelöst. Es gab auch kein äusseres Ereignis, das meinen Entschluss auslöste.
Ich bin damals auf dem Weg zum Einkaufen aus dem Zug ausgestiegen. Ich befand mich auf dem Perron, und machte mich auf, Richtung Laden. In diesem Moment hatte ich eine deutliche Eingabe, bei der ich mir sagte: „Ich könnte ja katholisch werden“. Damit war die Sache schon beschlossen.
Es war aber nicht so, dass ich sogleich frei von allen Skrupeln war oder alle Fragen schon beantwortet hatte. Aber ich war entschlossen: Ich wollte katholisch werden, und dieser Entscheid erfüllte mich mit Freude! Kurz vor der Geburt begann ich …

Wie ich katholisch geworden bin

Wann hat es angefangen? So genau kann ich es nicht sagen ... Schliesslich ist das Werk des Heiligen Geistes nicht immer auf Anhieb sichtbar, da er „weht, wo er will“ (Joh 3,8).

Aber damit ich trotzdem irgendwo anfange, gehe ich zurück in die Zeit etwa zwei Jahre vor unserer Hochzeit.

Wir waren damals beide fern von der Kirche. Mein zukünftiger Mann, Jan, war zwar katholisch geboren, hatte aber einen Lebensstil, der sich mit dem Glauben unvereinbar war. In der Zeit nachdem wir uns kennengelernt hatten, begann er sich, durch Gottes Gnade, zu bekehren.

Ich glaubte seit frühster Kindheit an Gott und betete auch gelegentlich. Ich gehörte zur reformierten Kirche aber besuchte höchstens zu Weihnachten den Gottesdienst. Meine Eltern waren geschieden, ich war das jüngste von fünf Kindern und wuchs grösstenteils ohne Vater auf.

Ich besuchte zehn Jahre lang eine Rudolf Steiner Schule. Das Umfeld, das mich prägte, war säkular, alternativ, reformpädagogisch und feministisch. Mein Glaube war privat…