Direkt zum Hauptbereich

Die katholische Kirche ist biblisch, Teil 2


Die Verehrung Marias, der Mutter unseres Herrn

(Die katholische Kirche ist biblisch, Teil 1 hier. )

War Maria, die Mutter Jesu, eine Jungfrau, wie es die katholische Kirche lehrt? Und warum sollen wir sie verehren?
Der heutigen sexualisierten Gesellschaft fällt es schwer, die Tugend der Jungfräulichkeit zu respektieren. Noch schwerer fällt es unserer Gesellschaft, an das Wunder der jungfräulichen Geburt zu glauben. Diese spezielle Geburt des Messias wurde schon im Alten Testament, dem jüdischen Teil der Bibel, angekündigt: „Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben“ (Jes 7,14).
Hierbei handelt es sich nicht einfach nur um eine „junge Frau“. Denn dann wäre ihre Schwangerschaft kein Wunder, und die alttestamentliche Prophezeiung sowie die Erscheinung des Engels Gabriels, der ihr die Empfängnis durch den Heiligen Geist ankündigte, würde keinen Sinn machen; auch in Josefs Traum brachte es der Engel deutlich zum Ausdruck: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist“ (Mt 1,20). Wir haben’s gehört: „vom Heiligen Geist“.
Die Verehrung der Maria ist biblisch vorgegeben. Als der Engel Gabriel ihr erscheint, kündigte er die ausserordentliche Empfängnis folgendermassen an: „Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüsst, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruss zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird gross sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,28–35).
Man merke: Maria erschrickt nicht über die Erscheinung, sondern über die Anrede „… du Begnadete, der Herr ist mit dir“! Und als Maria sich wundert, wie das geschehen soll, denn sie hatte mit keinem Mann sexuellen Verkehr gehabt („… da ich keinen Mann erkenne“), erklärte ihr der Engel: „Heiliger Geist wird über dich kommen …“.
Später wird Maria auch von Elisabet, der Mutter des Johannes des Täufers, ähnlich angesprochen: „Und es geschah, als Elisabet den Gruss Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,41–43). Nochmals: „Gesegnet bist du unter den Frauen … gesegnet ist die Frucht deines Leibes … die Mutter meines Herrn“!
Maria war rein und war von der Erbsünde verschont geblieben – sie ist die Unbefleckte Empfängnis. Diesen Titel der Muttergottes hat Papst Pius IX. als Dogma festgelegt. Bei einer Erscheinung in Lourdes hatte sich die Muttergottes im Jahre 1858 einem einfachen Mädchen, der Bernadette Soubirous, mit diesem Titel vorgestellt. Das ungebildete Mädchen wusste damals nicht, was dieser Namen bedeutete, berichtete aber ihrem Priester davon. Dieser gelehrte Mann, der das kürzlich erlassene Dogma kannte, merkte dann, dass die Erscheinung echt sein müsse.
Wenn der Engel Gabriel, ein Gesandter des Himmels, Maria solche Ehre erwiesen hat, warum sollten wir das nicht auch tun? Ja, wir sollen es! Denn dadurch anerkennen wir die einmalige Menschwerdung Gottes, ohne die es kein Heil für die Menschheit gäbe!
Maria ist die Mutter Jesu und Mutter der Kirche und der Menschheit. Als Jesus am Kreuz hing, wandte er sich zu Johannes und Maria, diejenigen, die bis zuletzt ihm treu geblieben waren: „Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich“ (Joh 19,26–27).
Dass wir alle Kinder Mariens sind hat sie selbst immer wieder in Erscheinungen bestätigt. Die Erscheinungen der Muttergottes Maria, die bis in die Gegenwart reichen, finden auch in der Bibel eine Bestätigung: „Dann erschien ein grosses Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füssen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt … Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der alle Völker mit eisernem Zepter weiden wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt … Als der Drache erkannte, dass er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte … Aber die Erde kam der Frau zu Hilfe; sie öffnete ihren Mund und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Rachen gespien hatte. Da geriet der Drache in Zorn über die Frau und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die die Gebote Gottes bewahren und an dem Zeugnis für Jesus festhalten“ (Offb 12,1–17).
Maria wird in der Kunst oft mit einem Sternenkranz dargestellt – sie ist die Mutter deren, „die die Gebote Gottes bewahren und an dem Zeugnis für Jesus festhalten“.

Der Rosenkranz, ein biblisches Gebet

Auch der Rosenkranz ist biblischer, als man zuerst meinen könnte. Es sind der englische Gruss aus der Bibel und die Begrüssung durch Elisabeth, die im Rosenkranz so oft wiederholt werden: „Gegrüsset seist du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus …
Ist der Rosenkranz – wegen den Wiederholungen – ein Geplapper, wie bei den Heiden (Mt 6,7)? Nein, im Gegenteil! Als die Jünger Jesus fragten, wie sie beten sollten, stellte uns Jesus das Vater Unser vor: „So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe …“ (Mt 6,9–10).
Auch das Vater Unser wird im Rosenkranz wiederholt aber es geht nicht nur um Wiederholungen. Im Rosenkranz wird mit jedem Gesätz (bestehend aus 10 Perlen) das Leben Jesu betrachtet. Wie ein innerer Film, betrachten wir die wichtigen Ereignisse, von seiner Geburt bis zur Kreuzigung und Auferstehung. Wir verinnerlichen sie und versetzen uns in Seine Gegenwart.
Wir müssen uns im Gebet nicht mit vielen eigenen Worten abmühen – manchmal genügt es vorgegebene Worte aus der Bibel zu sprechen. Im Rosenkranz wird das Leben Jesu betrachtet. Durch die Wiederholungen der vorgegebenen Worte dämmen wir unser eigenes „Geplapper“ und versetzen unser Herz in die Gegenwart Gottes. Gott kennt unsere Anliegen schon, bevor wir sie aussprechen (vgl. Mt 6,8).
Natürlich ist es richtig, auch mit eigenen Worten zu beten. Wichtig ist dabei, mit einfachen Worten und von Herzen zu beten. Robert Kardinal Sarah, der aus Guinea stammt und Kardinalpräfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung ist, sagte in seinem Buch Gott oder nichts folgendes über das Gebet: „Zu beten bedeutet, für eine lange Zeit stille zu sein. Wir sind so oft taub, zerstreut von unseren eigenen Worten … Ja, ich wiederhole es noch einmal: Gebet besteht in erster Linie daraus, dass man lange Zeit still bleibt. Wir müssen uns öfters in die Nähe der Jungfrau der Stille schmiegen, um sie für die Gaben der liebenden Stille und der inneren Jungfräulichkeit zu bitten, in anderen Worten, für die Reinheit des Herzens und für den Willen zuzuhören, um alles Vorhandensein zu verbannen, ausser dem Vorhandensein Gottes“ (aus dem Englischen von mir übersetzt: Sarah, S. 207).

Der Protestant ist gegen alles

Zusammengefasst kann man sagen, dass die katholische Kirche die Bibel an bedeutenden Stellen wörtlicher nimmt als ihre bibeltreuen Kritiker. Es gäbe noch manche biblische Stellen, die bezeugen, dass die Praxis der katholischen Kirche biblischer ist, als von Aussenstehenden angenommen.
Der Katechismus der katholischen Kirche basiert seine gesamte Lehre auf Aussagen in der Bibel. So kann man auch zu den Themen: Kindertaufe, Heiligenverehrung, Reliquienverehrung, Purgatorium (Fegefeuer) usw. Hinweise in der Bibel finden, die sich in die kirchliche Tradition eingebunden haben.
Der Protestant ist gegen den Papst, gegen die Marienverehrung, gegen Heiligenverehrung, gegen die Eucharistie … kurz gesagt, gegen alles was in der katholischen Kirche Bedeutung hat. Das liegt in seiner Natur des Protestes. Auch ich trug in mir vor meinem Eintritt in die katholische Kirche, vor über 15 Jahren, starke Vorurteile gegenüber der katholische Lehre. Ja, warum eigentlich? Ich hatte ja keine schlechte Erfahrungen mit dem Papst gemacht, mit den Heiligen oder mit Maria.
Was ich in mir trug, war eine Erbschaft: die jahrhundertealte Aufhetzung gegen die katholische Kirche. Vorurteile können einem aber das Herz verschliessen und blind machen. Im schlimmsten Fall, kann dies zu Hass und Verbitterung führen.
Bei Bruno Cornacchiola, der seinerzeit zu den Adventisten gehörte, ging der Hass soweit, dass er entschlossen war, den Papst eigenhändig umzubringen. Er erlebte eine Kehrtwende in seinem Leben, als ihm und seinen drei Kindern, 1947 in Tre Fontane bei Rom, die Muttergottes erschien. Sie bat ihn die Kirche nicht mehr zu verfolgen. Ab da trat er wieder in die Mutterkirche ein und lebte im Frieden mit ihr. Ähnlich wie der Apostel Paulus verwandelte er sich von einem verbitterten Verfolger zu einem wahren Jünger Jesu. In den Botschaften, die er von Maria erhielt, sagte er Ereignisse voraus, die dann eingetroffen sind.
Am 9. Dezember 1949 übergab Bruno Cornacchiola dem Papst den Dolch mit der Aufschrift „Tod dem Papst!“ sowie seine protestantische Bibel. Auf dem Dolch standen die Worte: „Sie wird das Ende der katholischen Kirche herbeiführen und der Papst wird das erste Opfer sein.“ Mit Tränen in den Augen sagte er zum Papst: „Heiligkeit, hier ist die protestantische Bibel, die ich falsch ausgelegt und mit der ich viele Seelen getötet habe“ (vgl. Artikel: Ein Paulus“ des 20. Jahrhundert, von Erich Maria Fink).
Wenn Protestanten und Atheisten gegen die katholische Kirche protestieren, ist dies letztendlich immer auch ein Protest gegen Gott. Denn Gott hat nicht nur die katholische Kirche initiiert, er ist auch in der katholischen Kirche, in der Eucharistie, wahrhaftig anwesend. In jeder katholischen Kirche befindet sich ein Tabernakel, in dem Jesus weilt. Wenn ich eine protestantische Kirche besuche, nehme ich oft wahr, dass etwas fehlt. Beim Eintreten in einer katholischen Kirche hingegen spüre ich eine lebendige, heilige Atmosphäre, die ich mit der Anwesenheit Gottes in der Eucharistie verbinde.
Jesus hat die Kirche erschaffen (Pfingsten), Jesus ist in der Kirche (Eucharistie), Jesus ist die Kirche (mystischer Leib) und Jesus führt die Kirche, seine Braut, mithilfe des Heiligen Geistes durch die Stürme der Zeiten. Kein Wunder hasst Satan die katholische Kirche, hetzt gegen sie auf, stiftet Verwirrung und unternimmt alles, um ihr von innen und aussen zu schaden. Ja, Satan tobt gegen die katholische Kirche! Doch wir dürfen beruhigt sein: „… die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“!

Die Kirche ist heilig, der Mensch unvollkommen

Wenn ich sage, die katholische Kirche ist die wahre, heilige Kirche Jesu Christi, so ist es mir gleichzeitig bewusst, dass die Menschen, die zu dieser Kirche gehören, nicht vollkommen sind. Wir dürfen aber die Schwächen und Fehler der Menschen nicht mit der Kirche selbst verwechseln. Das Heilige an der Kirche stammt von Gott. Die Menschen, die Mitglieder dieser Kirche, sind nicht von Versuchungen und Verfehlungen verschont – manchmal geraten sie auf einen schlechten Pfad und begehen schlimme Taten. Die Missbrauchsfälle innerhalb der Kirche sind Beispiele schwerer Vergehen, um so mehr, wenn sie von einem Priester, einem geweihten Mann, geschahen. Doch man muss sich auch vergegenwärtigen, dass es sich um ein sehr kleines Prozent aller Priester handelte. Die Feinde Gottes und der Kirche nutzen solche Schwachpunkte nur zu gerne, um die Kirche zu skandalisieren. Die Kirche hat öffentlich Reue gezeigt und sich offen bemüht, die Fälle aufzuarbeiten.
Kardinal Sarah sagt dazu: „In vielen Ländern, wo die zivilen Institutionen solche Probleme ansprechen, könnten sie die Transparenz der Kirche als Vorbild nehmen. Ich fürchte mich nicht zu sagen, dass die von der Kirche implementierten Prozeduren, nun als Modell dienen“ (aus dem Englischen von mir übersetzt: Sarah, S. 216).
Es ist auch wichtig zu betonen, wie viel Gutes die Kirche hervorgebracht hat. Über die Jahrhunderte hinweg sind Dank der katholischen Kirche weltweit zahlreiche Universitäten, Spitäler, Hilfswerke usw. entstanden. Ohne das christliche Erbe der katholischen Kirche hätte unsere Kultur keinen Bestand. Die Kirche hat auch unzählige heilige Männer und Frauen hervorgebracht, die uns als Vorbild und Ermutigung im Glauben dienen. Selbstlose Hilfe an den Armen, Benachteiligten und Ausgestossenen, sowie endlose Gebete, deren Ausmass Gott alleine kennt, gehören auch zum grossartigen Werk der Kirche!
Die Kirche bietet den Menschen die sieben Sakramente (Eucharistie, Weihe, Ehe, Taufe, Firmung, Beichte, Krankensalbung) sowie das Gebet, die Heilige Schrift und das Fasten an, und ebnet dem Menschen somit den Weg zu seiner Heiligkeit.

Zum Schluss ein Wort aus Sacrosanctum Concilium (SC): „Um dieses grosse Werk voll zu verwirklichen, ist Christus seiner Kirche immerdar gegenwärtig, besonders in den liturgischen Handlungen. Gegenwärtig ist er im Opfer der Messe sowohl in der Person dessen, der den priesterlichen Dienst vollzieht – denn ‚derselbe bringt das Opfer jetzt dar durch den Dienst der Priester, der sich einst am Kreuz selbst dargebracht hat‘, wie vor allem unter den eucharistischen Gestalten. Gegenwärtig ist er mit seiner Kraft in den Sakramenten, so dass, wenn immer einer tauft, Christus selber tauft (21). Gegenwärtig ist er in seinem Wort, da er selbst spricht, wenn die heiligen Schriften in der Kirche gelesen werden. Gegenwärtig ist er schliesslich, wenn die Kirche betet und singt, er, der versprochen hat:
‚Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen‘ (Mt 18,20).
In der Tat gesellt sich Christus in diesem grossen Werk, in dem Gott vollkommen verherrlicht und die Menschheit geheiligt werden, immer wieder die Kirche zu, seine geliebte Braut. Sie ruft ihren Herrn an, und durch ihn huldigt sie dem ewigen Vater. Mit Recht gilt also die Liturgie als Vollzug des Priesteramtes Jesu Christi; durch sinnenfällige Zeichen wird in ihr die Heiligung des Menschen bezeichnet und in je eigener Weise bewirkt und vom mystischen Leib Jesu Christi, d.h. dem Haupt und den Gliedern, der gesamte öffentliche Kult vollzogen. Infolgedessen ist jede liturgische Feier als Werk Christi, des Priesters, und seines Leibes, der die Kirche ist, in vorzüglichem Sinn heilige Handlung, deren Wirksamkeit kein anderes Tun der Kirche an Rang und Mass erreicht (SC7).“

Kommentare

Most viewed

20 Argumente für den Zölibat

In Anbetracht der aktuellen Diskussionen innerhalb und ausserhalb der Kirche, hier meine Überlegungen zum Zölibat. Ich habe sie in 20 Punkten zusammengefasst:
Ganzhingabe an Gott. Ein geweihter Priester hat sein Leben vollkommen Gott gewidmet. Das macht ihn frei, da zu sein für die Menschen und zum Heil ihrer Seelen.Im Zölibat lebt der Priester ehelos und keusch. Keusch zu leben heisst auf Liebesbeziehungen und sexuelle Handlungen zu verzichten. Er sollte rein, also enthaltsam leben, damit er würdig ist, den Dienst am Altar zu verrichten.Ein Priester muss Beichten hören und die hl. Messe leiten, dabei handelt er stellvertretend für Jesus Christus. Dazu muss er ein heiligmässiges oder zumindest ein reines Leben führen. Was nicht unmöglich ist, wenn er auf dem Weg mit Gott bleibt, betet und selber beichtet.Der Priester arbeitet sonntags – für einen Familienvater, wäre das sehr unpraktisch, da der Sonntag der Tag ist, an dem seine Kinder frei hätten und man endlich als Familie beieinander…

Bist du ein Mitläufer oder nicht?

Betrachte für einige Sekunden dieses Bild. Wo siehst du dich? In der Masse, die den Arm ausstreckt oder bei dem Einzelnen, der die Arme verschränkt?

Bedenke, dass dieser Mann sein Leben aufs Spiel setzt, weil er einem totalitären Regime, einer gefährlichen Ideologie die Stirn bietet. Wärst du bereit, dein Leben für die Wahrheit zu riskieren?
Heute wirst du nicht am Leib verfolgt, wenn du in der Öffentlichkeit eine andere Meinung vertrittst. Du wirst weder eingesperrt noch ermordet. Nichtsdestotrotz findet eine Verfolgung statt.

Jemand, der sich offen zum christlichen Glauben bekennt, riskiert verspottet und verachtet zu werden.

Er riskiert seine Freunde und sein Ansehen, mitunter sogar seine Stelle zu verlieren.

Nationalsozialisten verwendeten Symbole, wie das Hakenkreuz oder den Hitler-Gruss zusammen mit der Grussformel  „Heil Hitler“, um die Massen zu manipulieren.

Immer wieder verwenden Vertreter von gefährlichen Ideologien scheinbar harmlose Symbole, um ihre wahren Absichten dahin…

Die katholische Kirche ist biblisch, Teil 1

Immer wieder höre ich von Menschen, die der Kirche oder der Bibel oder beidem fernstehen, dass das, was die katholische Kirche unterrichtet (oder ein Teil davon), nicht biblisch sei. Gelegentlich hört man den Ausspruch sola scriptura; damit wollen bibeltreue Christen sagen, dass allein die Bibel zähle.
Wahrscheinlich überlegen sie sich nicht, dass sie im Widerspruch zu ihrer eigenen Aussage stehen. Denn die Bibel ist eine Sammlung von Schriften, die von der Kirche im vierten Jahrhundert zusammengestellt wurde. Damals gab es nur eine christliche Kirche: die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Das ist die gleiche katholische Kirche, die bis in die Gegenwart hinein reicht. Es gab damals noch keine protestantische oder reformierte Kirche; nicht einmal hatte die Trennung der Ost- und Westkirche stattgefunden. Die Reformation sowie die Entstehung unzähliger protestantischen Abspaltungen waren noch weit entfernt.
Bibel und Kirche bilden eine Einheit Am ökumenischen (hierbei h…