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Es werden Posts vom Juni, 2018 angezeigt.

Am Sterbebett meines Vaters

Es ist nicht leicht, über das Sterben zu schreiben. Und doch gehört es zum Leben dazu. Das Sterben ist ja nur ein Übergang in das andere, ewige Leben.

Es ist Frühling, 2006, als ich den Anruf aus England von meiner älteren Schwester erhalte, die mir sagt, dass es dem Vater nicht gut gehe. Er habe einen Schlaganfall erlitten und liege gelähmt im Spital.

In meiner frühen Kindheit haben meine Mutter, meine vier Geschwister und ich mit dem Vater unter demselben Dach gewohnt. Später lebten meine Eltern getrennt in derselben Stadt, und als meine Mutter mit einer meiner Schwestern und mir in die Schweiz auswanderte, sah ich ihn nur noch bei jährlichen Ferienaufenthalten.

Unser Verhältnis ist, sagen wir, keine übliche Vater-Tochter-Beziehung. Wenn ich mich auch irgendwie mit ihm verbunden fühle – äusserlich gesehen ist unsere Beziehung distanziert. Mein Vater ist nicht wie ein Freund, mit dem man herumalbert, gemeinsam ins Restaurant geht oder stundenlang redet. Eher ist er für mich wie ein K…